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Für mich stand schon immer fest, dass ich in meinem Garten eine kleine Sternwarte bauen wollte. Nachdem ich nun Zeit für den Bau des Schutzraumes hatte, überlegte ich welche Art von Schutzeinrichtung es für mein Teleskop mit Montierung sein sollte.
Da Holz am einfachsten zu bearbeiten ist und ich damit am Besten umgehen kann, wollte ich den Schutzraum aus diesem Baustoff herstellen.
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Bild 1: freier Bauplatz im Garten
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Die weiteren Überlegungen gingen in Richtung der Dachkonstruktion. Neben anderen Möglich-keiten kamen in erster Linie nur eine klassischen Kuppel, eine Schiebdachkonstruktion oder ein Klappdachmechanismus in Betracht. Eine Sternwartenkuppel schied schnell aus, da der Selbstbau sehr aufwendig ist und die Kosten für einen Kauf sehr hoch sind. Weiterhin mag ich es sehr, wenn man beim Beobachten den gesamten Himmel betrachten und nicht nur durch einen kleinen Spalt schauen kann. Somit blieb nur ein Schiebedach bzw. ein Klappdach übrig. Das Schiebedach hat einige Vorteile, da hier das Gewicht relativ uninteressant ist und somit ein "normales" Dach gebaut werden kann, welches auf Schienen und Rollen gelagert ist.
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Bild 2: Das Fundament der Sternwarte
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Diese Materialien erhält man im Metallhandel auch in verschiedenen Größen und Qualitätsstufen, so dass der Bau eines solchen Schutzraumes kein größeres Problem darstellt. Die Schiebedachschutzhütte hat aber für mich einen entscheidenden Nachteil. Man braucht Platz, da das Dach zur Seite geschoben werden muss. Neben dem Schutzraum muss noch mal soviel Platz vorhanden sein, wie der Schutzbau groß ist. Diesen Platz hatte ich leider nicht, so dass ich mich für eine Klappdachkonstruktion entschied.
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Ich wollte in derm Schützraum ein C 11 auf einer 5 AD-Montierung von E. Alt unterbringen. Damit ich genügend Platz habe und ich unter Umständen auch noch ein größeres Teleskop in dem Schutzraum aufbauen kann, sollte die Hütte mindesten 2,5 m x 2,5 m groß sein.
Als nächstes überlegte ich mir, wie der Schutzbau aussehen sollte. Da wir von unserer Terrasse direkt auf die Sternwarte schauen, bat mich meine Ehefrau, dass das Observatorium so wie eine normale Gartenhütte aussehen sollte, die auch ein oder zwei Fenster hat. Es sollte auf keinen Fall ein schmuckloser "Bunker" werden. Um den Hausfrieden zu erhalten, tat ich ihr auch den Gefallen und baute in die Hüttenfront zwei Fenster ein. Bis heute konnte ich Gott sei Dank verhindern, dass an die Fenster Gardinen kommen.
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In diesem Entwicklungsstadium überlegt ich auch, ob ich nicht gleich eine Baumarkthütte kaufen und nur eine paar Veränderung an der Dachkonstruktion vornehmen sollte. Da ich aber möglichst viel Platz haben wollte und anderseits auch den vorhandenen Raum möglichst optimal ausnutzen wollte, entschied ich mich für den Selbstbau. Meine Entscheidung stelle sich später als die Richtige, auch bzgl. der Kosten, heraus. Ein weiteres Entgegenkommen gegenüber meiner Ehefrau war ein kurzer Dachüberstand, da unter diesem Dach eine Bank stehen sollte.
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Bild 3: Das fertige Gartenobservatorium
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Zwar sollte man bei einer Klappdachkonstruktion mit dem Gewicht sparen, aber bei einer Dachhälftengröße von ca. 330 cm x 150 cm konnte ich die zusätzlichen 30 cm Dach noch gerade akzeptieren. Das Dach baute ich aus 4 x 6 cm starken Dachlatten, die zusätzlich mit einem Rispband verbunden wurden. Die Dachoberfläche konnte aus Gewichtsgründen natürlich nur aus Aluminium sein, welche eine Dicke von 1 mm hat. Eine Dachhälfte wurde mit vier starken Scharnieren an das Gebäude befestigt und mit 2 starken Seilen aus einem Segelbedarfgeschäft gehalten.
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Bild 4: Die Gartensternwarte mit geöffnetem Dach
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Ich habe meine Schutzhütte nach der Nord-Süd-Achse ausgerichtet, d.h. dass bei mir die rückwärtige Seite des Gebäudes nach Süden zeigt. Den Giebel dieser Seite habe ich nun mit Scharnieren so konstruiert, dass er nach unten geklappt werden kann, so dass ich in dieser Richtung bis in Horizontnähe beobachten kann. In der Mitte des Schutzbaus baute ich eine Betonsäule mit einem Fundament von 1m x 1 m x 1 m. Die Säule besteht aus einem 20 cm dicken KG-Rohr (Abwasserrohr), |
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welches es in jedem Baubedarfsgeschäft zu kaufen gibt. In diesem Rohr befindet sich ein 10 cm starkes Stahlrohr an dem eine Stahlplatte von 20 cm Durchmesser geschweißt wurde. In dem KG Rohr liegen noch genügend Kabel, um sämtlich Kabelverbindungen zwischen Elektronik und Montierung herstellen zu können, ohne das ein "Kabelsalat" entstehen kann. Bei dem Bau des Fußbodens muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Verbindung zwischen Fußboden (Sternwarte) und Säule vorhanden ist. Nur so werden Erschütterungen von der Hütte nicht auf das Teleskop übertragen. Nach einer Bauzeit von ca. 6 Monaten war ich mit meinem Bauwerk zufrieden und das Teleskop mit der Montierung konnten eingebaut werden. Die Gesamtkosten für den Schutzbau belaufen sich auf ca. 1500.- Euro, wobei das Aluminium mit ca. 400.- Euro der teuerste Posten war.
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Bild 5: Das Teleskop mit Montierung in Richtung Süden
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Bild 6: Inneneinrichtung der Gartensternwartee
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